Auf der Suche nach dem fairen Stundenlohn – Tipps für Freelancer

Die wichtigsten Regeln der Kosten- und Gewinnkalkulation

Selbstständige Unternehmer laufen – gerade in der schwierigen Gründerzeit – Gefahr, sich durch zu niedrig angesetzte Stundensätze selbst in den Ruin zu treiben. Die Beachtung der folgenden Punkte hilft dabei den eigenen Marktwert richtig einzuschätzen und einen angemessen Stundensatz anzusetzen.

– Richtwerte nutzen: Um nicht im luftleeren Raum Kalkulationen anstellen zu müssen, empfiehlt es sich einige Richtwerte als Basis zu nutzen. Eine gute Grundlage kann etwa das durchschnittliche Brutto- bzw. Nettoeinkommen eines angestellten Arbeitnehmers in der gleichen Branche sein. Mit der Übernahme der entsprechenden Stundensätze unter Einbezug der höheren Sozialversicherungsabgaben ist es jedoch noch lange nicht getan!

– Nebenkosten einkalkulieren: Freiberufler müssen bei der Kalkulation ihrer Stundensätze stets die – je nach Branche – zum Teil beträchtlichen Nebenkosten im Auge behalten. Büromiete, Mitarbeiterkosten, Materialkosten, Internet- und Telefonkosten, Büromaterial, Beratungskosten (Steuerberater, Anwalt, Fortbildungen etc.) – die Nebenkosten summieren sich und müssen zwangsweise im Stundenlohn enthalten sein, damit man mit der Selbstständigkeit keine Verluste zu machen.

– Weiterbildungskosten: Ausbildungs- und Weiterbildungskosten fließen in die Berechnung des Stundensatzes ebenso ein wie sonstige Nebenkosten.

– Vertrieb und Akquise: Obwohl sie für Freelancer essenziell sind, werden Kosten für Vertrieb und Neukundenakquise häufig zu niedrig angesetzt oder sogar vollkommen vergessen.

– Unproduktive Stunden mitrechnen: Nicht jede Stunde Arbeitszeit ist auch eine produktive Stunde, die mit der Arbeit an Kundenaufträgen verbracht werden kann. Rechnungen schreiben, Verwaltungsarbeit und Phasen geschwächter Konzentration wollen berücksichtigt werden. In der Regel machen solche „unproduktiven Stunden“ mindestens 10 Prozent der Arbeitszeit aus.

– Krankheit und Urlaub: Krankheits- und Urlaubstage dürfen bei der Kalkulation des Stundensatzes nicht vergessen werden.

– Rücklagen bilden: Zudem sollte ein bestimmter Prozentsatz der Einnahmen (20 Prozent kann als Richtwert dienen) für auftragsschwache Zeiten zurückgelegt werden.

– Altersvorsorge: Auch um die Altersvorsorge müssen sich Freelancer selbst kümmern.

(Auszug aus Quelle: http://my.sageone.de/blog/auf-der-suche-nach-dem-fairen-stundenlohn-tipps-fuer-freelancer/)