Was zeichnet eine gute Geschäftsidee aus?

Nicht jeder stolpert gerade im Alltag über eine zündende Geschäftsidee und wird damit über Nacht zum erfolgreichen Unternehmer. Um ehrlich zu sein: kaum jemandem erging es wohl so. Auch wenn wir aus Silicon Valley & Co. vor allem solche Stories hören, sieht die Realität natürlich ein wenig anders aus. Aber wie kommt man nun zur guten Idee und vor allem, was macht die Idee gut?

 

Background finden und loslegen
Am Anfang steht die Definition des Backgrounds. Auf der Suche nach einer Gründungsidee überlegen viele nach Problemen in ihrem eigenen Alltag und Umfeld.

Oftmals sind diese Ideen also etwas, das die Gründer selbst betrifft, das ihnen selbst das Leben leichter machen würde. Allerdings scheint diese Strategie im B2C natürlich aussichtsreicher, wer im B2B erfolgreiche Ideen haben will, braucht schon spezifische Branchenkenntnisse.

Auch bestehende Ideen zu verbessern oder einfach in einem anderen Rahmen anzubieten ist eine erfolgreiche Strategie, die etliche Unternehmen zum Erfolg geführt hat. Ausgangsfrage sollte in jedem Fall sein: Existiert das Problem, das ich lösen will wirklich? Im Folgenden geht es nicht nur darum die Idee zu perfektionieren, sondern auch Alternativen zu sammeln und zu überlegen, wie dies auf dem Markt ankommen würde.

 

Innovationsstrategien
Eine gute Idee bringt Innovation, also eine Neuerung. Um eine solche Neuerung marktreif zu machen, muss sich jeder angehende Gründer um Buying Persona Profile kümmern. Die beste Idee kann zum falschen Zeitpunkt ein totaler Flop werden. Beispielsweise dann, wenn der Markt noch nicht bereit ist. Derzeit wächst der E-Commerce stark, etliche Branchen wandern in Onlineshops, sodass Kunden dort inzwischen auch sperrige Möbel kaufen und liefern lassen. Vor zwei Jahren noch undenkbar.

Eine sinnvolle Innovationsstrategie ist das Kombinieren von Ideen. Bewährtes und Innovation, das schafft Sicherheit auf der einen und Interesse auf der anderen Seite. Wahre Verkaufsschlager zeichnen sich durch diese Eigenschaft aus. Wichtig ist auch, zwischen echter Innovation und bloßen Zusatzfeatures zu unterscheiden. Insbesondere große Unternehmen begehen diesen Fehler leicht, wenn ihre Märkte eigentlich gesättigt sind.

So müssen dann die Marketing- und Werbeagenturen zwanghaft versuchen, ein Bedürfnis bei den Konsumenten zu erzeugen. Ein Deo, das 72h Schutz bietet oder ein elektrischer Seifenspender – brauchen wir das wirklich?

 

Nicht abschrecken lassen
Buying Personas bauen viele zunächst aus ihrem Umfeld. Klar sollte sein, dass es sich dabei noch nicht um ein echtes Käufergruppenprofil handelt. Später ist Research unabdingbar, um die Ideen auf den Prüfstand zu stellen. Suchen Sie Menschen, die ihre künftigen Käufer sein könnten und fragen Sie sie aus!

Machen Sie es sich und den Testpersonen dabei nicht zu einfach. Wenn jemand sagt „Das brauche ich nicht“ oder „Das würde ich nie benutzen“ heißt das zunächst einmal gar nichts. Nachfrage wird nicht über bloße Konsumentenvorstellung generiert.

Fragen Sie besser nach Bedarfspunkten und versuchen sie zu beurteilen, ob ihr Produkt im Umfeld dieser Menschen Sinn macht. Dann heißt es, ein bisschen Risiko eingehen und eine erste Käufergruppe – auch real – zu finden. Und das natürlich nicht im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis.

 

Gründungsidee bewerten
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie die Beschaffenheit einer Idee Ihnen direkten Erfolg bescheren kann.

Haben Sie eine völlig neue Idee, geht es darum, den künftigen Kunden bestmöglich zu zeigen, worum es dabei geht, insofern Ihre Idee nicht selbsterklärend und selbstverkaufend ist. Bedarf muss in den meisten Fällen generiert werden, solange sie nicht ein Haarwuchsmittel oder eine Diät-Creme entwickelt haben – in diesem Bereichen ist der Bedarf seit Langem und ziemlich ungesättigt vorhanden.

Aber auch eine vorhandene Lösung, die womöglich bereits erfolgreich am Markt vertreten ist, lässt sich verbessern. Insbesondere in der Technologiebranche, die sich in den letzten Jahren immer mehr an Lifestyle orientiert hat, haben sich so auch neue Käufergruppen gebildet, als Unternehmen angefangen haben, bestimmte Produkte oder Angebote ‚sexy‘ zu machen. Selbst die erfolgreichsten Unternehmen haben unzufriedene Kunden, die bereit sind, ihren Anbieter bei der nächsten Gelegenheit zu wechseln.

Vielleicht ist das ja ein Ansatz um über Ihre nächste Idee zu grübeln?

(Quelle: http://my.sageone.de/blog/zeichnet-eine-gute-geschaeftsidee-aus/)